Superior Street

Mit Superior Street hat es eine noch ungesignte Newcomer-Band aus Kärnten diesen Sommer in die Indie-Charts geschafft. Natürlich wurden wir da neugierig und haben die Jungs auf den Prüfstand gestellt; hier ihre Antworten.

Seit wann gibt es euch, wie und wo habt ihr euch kennengelernt?

„Uns“ als Superior Street gibt es seit 2012. Bis zur Albumproduktion vergangenen Februar waren wir noch zu dritt, ohne Daniel, unserem Bassisten, der eine unglaubliche Bereicherung darstellt – in musikalischer und auch freundschaftlicher Hinsicht. Davor, bis 2012, traten wir in anderer Besetzung unter dem Namen „Kiss the Sky“ auf, aber regelrecht perspektivlos und ohne Ziel wie beispielsweise eine Albumprodukton oder dergleichen – wir waren da ja auch noch recht jung.

Wir sind eigentlich alle aus derselben Region in Kärnten, kannten uns schon länger nur „vom Sehen“ oder von Gigs anderer Bands. Als die Idee einer – damals noch – Akustik-Rock-Band aufkam, holten wir uns gegenseitig zusammen ins Boot und teilten den gemeinsamen Trieb, einfach Musik zu machen.

Wer sind eure musikalischen Vorbilder?

Vorbilder wären für uns, denken wir zumindest, Künstler aus den 60ern/70ern wie zum Beispiel Simon & Garfunkel, Bob Dylan, Jimi Hendrix (Mario, unser Gitarrist, gleicht ihm bzgl. Sound und Aussehen wie die Faust aufs Auge *lachen* ), aber auch heutige Künstler wie Beirut, Mumford & Sons, Tallest Man on Earth etc.
Aber: Wir wollen uns nur ungern mit anderen Künstlern vergleichen. Das vermeiden wir bewusst schon beim Entstehen der Musik, nämlich beim Songwriting und Arrangement. Natürlich kann man sagen „das klingt wie diese Band, und das eher so…“, aber im Endeffekt klingt unsere Musik wie wir.

Was wollt ihr mit eurer Musik rüberbringen, die ja  recht nachdenklich klingt? Wollt ihr etwas bestimmtes rüberbringen, eine Art von Lebensgefühl oder gar Botschaft?

Simpel gesagt, wollen wir den Menschen Musik zum Fallenlassen bieten und sie andererseits in dieser überreizten Welt mit all ihren verzerrten Idealvorstellungen wieder zurück auf den Boden holen. Unsere Musik ist bodenständig, erdig und ehrlich, vielleicht sogar „bio“, könnte man sagen. Das wollten wir vor allem auch mit unserer do-it-yourself-Produktion zum Ausdruck bringen.
Mit dem Song „Long Way Home“, der unser aktuelles Debut-Album betitelt, wollen wir das Publikum auch zu Denken anregen. Nämlich darüber, was in unserer Welt so alles schief läuft. Daher ist dieser Song ein richtiger Folk-Song, der in der Aufnahme mit protestierenden, marsch-artigen Schrittgeräuschen untermauert ist, die sich von Strophe zu Strophe steigern.

Wie soll es mit Superior Street weitergehen?  Strebt ihr eine Zusammenarbeit mit einem größeren Label/Vertrieb an oder wollt ihr hier den Ball eher flachhalten und im do it yourself Modus weiterarbeiten?

Die do-it-yourself-Produktion – bis auf das Mastering alles in Eigenregie -  war lustig und angenehm.
Aber wir intendieren schon, in weiterer Folge größer rauszukommen; sind auch schon mit Leuten im Gespräch, aber da „schau ma amol“.

Ihr wart eben auf Österreich-Tour; war es eure erste derartige Tour, und was habt ihr so erlebt?

Genau, das war sozusagen unsere Debut-Tour – für uns komplettes Neuland. Da begannen wir bei einem Gig zum Beispiel vor 5 Leuten, verfünffachten das Publikum aber mit anschließendem akustischen „Hadern-aus-dem-Gedächtnis-klampfen“ an der Bar, und die Schnapsrunden folgten, was das anschließende Abbauen recht spaßig machte. *lachen*
Dann folgten 3-Quadratmeter-Bühnen, kleine Gigs mit doch einflussreichem Publikum, feuchte, verrauchte Keller, die unsere Instrumente zum Schwitzen brachten, und auch tolle Support-Bands. 
Unterm Strich schweißte uns diese Woche echt zusammen, und wir wurden vor allem besser und routinierter – war echt wichtig würden wir sagen.
Das Musizieren auf der Straße in Wien war auch spitze. Da sahen wir viele angetane Gesichter, begeisterte Kinderaugen und Musiker, die einfach mitmachten. Das brachte uns musikalisch und vor allem motivationsmäßig mächtig weiter.

 



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