At Pavillon

Weshalb es ohne Harry Potter, Falco und die Arctic Monkeys die großartige - zwar bereits 2010 in ersten Ur-Formen gegründete, aber jetzt erst durchstartende -Band At Pavillon nicht gegegeben hätte, wieviele Umbesetzungen nötig waren und was die Message hinter dem aktuellen Indie-Hit "Lions" ist, all das und noch mehr haben uns die sympathischen At Pavillon in diesem kleinen Interview mitgeteilt.

Was war eure Initialzündung, also wie seid ihr zum Musikmachen, in weiterer Folge zu dieser Art von Musik machen und in noch weiterer Folge zum gemeinsam als At Pavillon Musik machen gekommen?

Musik machen begann bei jedem von uns anders. Bei Mwita und Berni war Gitarre ein Pflichtgegenstand in der Schule. Paul wurde von seinen Eltern in die Musikschule gesteckt und Tobi ist sowieso schon von Geburt an musikalisch gewesen.

Die Art von Musik wie wir sie machen ist die für uns Spannendste. Wir verirren uns nämlich ganz gerne in komplexe Indie-Kompositionen, wo im Prinzip 4 Lieder zusammengepresst in einem Song miteinander konkurrieren und die wohl niemand beim ersten Mal hören als Genuss empfinden kann. Das Spannende ist halt wie man diese 4 Lieder in einen Song so arrangiert, dass es tanzbare Pop-Musik wird und nicht verwirrt.

Zur letzten Frage: Mwita und Berni machen schon seit 2010 Musik zusammen. Angefangen hat das weil Berni den Harry Potter Theme Song hinter dem Rücken auf seiner Gitarre spielen konnte und Mwita das witzig fand und ihn daraufhin ins Boot holte. Mwita hatte damals nämlich schon ein Projekt, dass noch nicht At Pavillon hieß. Dieser Name kam erst später. Nach ein paar Jahren Besetzung passte die ursprüngliche Besetzung nicht mehr ganz zu den Plänen. Clemens Martinuzzi (unser erster Bassist) hatte Erfolg mit seinem neuen Projekt „Möwe“, sein Nachfolger (Silvius Sonvilla) wollte sich ebenfalls auf sein eigenes Projekt konzentrieren und nicht mehr diese Art von Pop-Musik machen und Philipp Jungwirt (unser damaliger Schlagzeuger) hatte ebenfalls ein zweites Projekt namens „Jungwirt Arts“ in welches er mehr Zeit investieren wollte als in die Musik. Also haben wir in Konservatorien und Musikschulen nach neuen Leuten gesucht. Letzten Endes sind wir dann über bandsuche.at zu unseren neuen Schätzen gekommen.

Wer sind eure musikalischen Vorbilder?

Also der Falco ist schon mal weit oben. Wir lieben die österreichische Musik Szene generell sehr! Bilderbuch kommt meistens bei irgendwelchen Gesprächen vor. Die Beth Edges sind auch toll, genauso wie Wanda mit dem besten Lied das wir 2014 gehört haben: „Bologna“. Also meistens die Bands, die sich Gedanken machen und wo ein Konzept dahinter steckt. Da ist es spannend zu beobachten wie alles Stück für Stück aufgeht. Neben den Österreichern gibts natürlich auch die Arctic Monkeys, Bloc Party, Bombay Bicycle Club, Foals, Two Doors Cinema Club, etc.

 

Die Single „Lions“  ist ein richtiger Kracher,  kommt bei diversen Radios gut an und ist jetzt auch bei uns in den Indie-Charts eingestiegen. Ich nehm mal an ihr freut euch dass euch da ein Indie-Hit gelungen ist. Worum geht`s in dem Song?

Ja wir freuen uns sogar sehr! Wir haben gehofft, dass wir gutes Feedback bekommen, aber dass der Song echt so gut ankommt lässt uns immer noch schmunzeln. Natürlich ist es schwer einzuschätzen in wie weit das außerhalb von Wien überhaupt seine Kreise zieht, aber das wird sich ja hoffentlich bald zeigen.

In dem Song geht es darum, dass man an sich glauben soll und sich von Menschen, die einen nicht respektieren oder wertschätzen nicht unterkriegen lässt. Beispielsweise liegen Mwita’s Wurzeln ursprünglich in Tanzania, er ist jedoch in Salzburg geboren und erfährt oftmals im Alltag Rassismus. Manche Menschen geben einem das Gefühl, wenn man nicht die gleiche Nationalität teilt oder in diesem Fall die Hautfarbe, sollte man unter seinen „Gleichgesinnten“ sein. Dies trägt dazu bei, dass man an sich zweifelt. Rassismus ist jedoch nur ein Teilaspekt des Liedes. Lions soll jenen Menschen Mut geben, die zum Beispiel auch wegen ihrer sexuellen Orientierung ausgestoßen werden. Das Lied ist also eine Motivation für jede Art von Unterdrückung. Wir wollen damit „Fuck you“ sagen für jedes Mal wenn man nicht fair behandelt wird. Die Devise lautet: „Sicher nicht mit mir, du Oarsch!“

Wann wird’s das Album geben und was könnt ihr darüber berichten, was einen da in etwa erwarten wird?

Album oder EP ist zurzeit die große Frage im Hause Pavillon. Natürlich wäre Album super, aber wir haben (wie fast alle jungen Bands) kein großes Budget um uns das leisten zu können. Also wenn kein Sponsor kommt und sagt „He Burschen ich übernehm die Kosten“ dann wird’s 2015 wohl eine EP geben.

Wann und wo sind die nächsten Live-Dates, die angekündigt werden wollen?

Live gibts noch eine Show im U4 beim Addicted to Rock am 14.11.  Aber auf Facebook kann man sich natürlich informieren wenn es News gibt.



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